Therapie: Wie werden Patienten mit angeborener dyserythropoetischer Anämie behandelt?

Autor:  Prof. em. Dr. med. H. Heimpel, Prof. Dr. med. E. Kohne, erstellt am 14.01.2013, Redaktion:  Ingrid Grüneberg, Freigabe:  PD Dr. med. Gesche Tallen, Prof. Dr. med. Ursula Creutzig, Zuletzt geändert:  04.06.2013

Der folgende Text bietet einen Überblick über die Behandlungen von CDA und deren Nebenwirkungen. Er kann als Grundlage für Gespräche mit dem Behandlungsteam dienen. Welche dieser Behandlungen bei einem bestimmten Patienten angezeigt ist, sollte von einem Team aus Spezialisten für Kinderblutkrankheiten entschieden werden. Manche Patienten mit CDA haben eine nur leicht ausgeprägte Blutarmut und benötigen keine Therapie. Viele andere müssen nur im KindesalterTransfusionen erhalten, weil die Anämie im Jugend- und Erwachsenenalter meist nicht mehr stark ausgeprägt ist.

Im Allgemeinen richtet sich die Art der Behandlung einer CDA nach deren Unterform (siehe "Krankheitsformen") beziehungsweise nach der Schwere der Anämie und deren Folgen.
Eine Behandlung kann dementsprechend folgende Massnahmen beinhalten:

  • Regelmäßige Bluttransfusionen (Erhalt von Erythrozytenkonzentrat
  • Einnahme von Substanzen, die die normale Blutbildung unterstützen (zum Beispiel Alpha-Interferon bei CDA Typ I)
  • Milzentfernung (Splenektomie) zur Verringerung des gesteigerten Abbaus roter Blutzellen bei CDA Typ II
  • Stammzelltransplantation
  • Einnahme von Medikamenten, mit denen überschüssiges Eisen (Eisenüberladung) aus dem Körper entfernt werden kann (so genannte Eisenentzugstherapie)