Vorbeugung von gesundheitlichen Problemen (Prävention)

erstellt am 09.01.2014, Zuletzt geändert:  09.01.2014

Die Grundversorgung von Patienten mit Sichelzellkrankheit umfasst insbesondere folgende Maßnahmen:

  • Penicillinprophylaxe: Penicillin ist ein Antibiotikum, das Kinder mit Sichelzellkrankheit in der Regel vom 2. Lebensmonat bis zum 5. Lebensjahr, regelmäßig einnehmen sollten. Diese Penicillin-Einnahmen helfen, schweren bakteriellen Infektionen vorzubeugen, für die Sichelzellpatienten besonders anfällig sind
  • Impfungen: Kinder mit Sichelzellkrankheit sollten nach dem aktuellen Impfkalender geimpft werden. Besonders gegenüber Bakterien wie Pneumokokken (Lungenentzündung), Meningokokken (Hirnhautentzündung), Haemophilus (Krupp, Lungenentzündung, Hirnhautentzündung, Gelenkentzündungen) und gegen Grippe- und Hepatitis-Viren ist ein Schutz besonders wichtig, da diese Kinder für Infektionen mit diesen Erregern besonders anfällig sind. Sie sollten alle 5 Jahre gegen Pneumokokken und ab dem 6. Lebensmonat jährlich gegen Grippe geimpft werden
  • Regelmäßige Ultraschalluntersuchungen der Blutgefäße des Gehirns bei Kindern zwischen 2 und 16 Jahren und mit HbSS- oder HbSβThal-Krankheit (siehe Krankheitsformen) (wenn das Blut in den großen Gefäßen des Gehirns sehr schnell fließt, bedeutet das ein hohes Risiko für einen Schlaganfall)
  • Routine-Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen) beim Kinderarzt: Bei den zehn U-Untersuchungen und später bei der J1 überprüft der Kinderarzt die altersgerechte körperliche, geistige und auch emotionale Entwicklung des Kindes oder des Jugendlichen. Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen finden auch die Impfungen statt. Die Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen werden in das "Gelbe Heft" eingetragen, das den Eltern nach der Geburt ausgehändigt wurde. In diesem Heft ist eine Tasche, in der Sie den Impfpass des Kindes aufbewahren können. Das "Gelbe Heft" mit dem Impfpass sollten Sie zu jedem Arztbesuch mitnehmen