Therapie: Wie werden Kinder und Jugendliche mit Neutropenie behandelt?

Autor: Dr. med. C. Zeidler, erstellt am: 30.09.2011, Redaktion: Ingrid Grüneberg, Freigabe: PD Dr. med. G. Tallen, Prof. Dr. med. U. Creutzig, Zuletzt geändert: 09.01.2014

Wurde bei Ihrem Kind eine schwere chronische Form der Neutropenie (siehe Erkrankungsformen) festgestellt, so sollte es in einem spezialisierten Behandlungszentrum (Klinik für pädiatrische Hämatologie) angemeldet werden. Dort findet eine Betreuung durch ein Behandlungsteam statt, das aus Ärztinnen und Ärzten sowie anderen Mitarbeitern (wie Kinderkrankenschwestern und -pflegern, Sozialarbeiter(inne)n, Krankengymnast(inn)en, Psycholog(inn)en) besteht, die Erfahrung mit der Erkrankung haben. Auch können die Patienten, bei denen die Neutropenie im Zusammenhang mit einer anderen Erkrankung entstanden ist, gleichzeitig von dafür zuständigen Experten mitbetreut werden. Regelmäßige Vorstellungen in so einem Zentrum sorgen dafür, dass der Krankheitsverlauf sorgfältig überwacht, Komplikationen frühzeitig erkannt und unmittelbar von Spezialisten behandelt werden. Außerdem können Fragen zum Umgang mit dem kranken Kind, zu neuen Behandlungsmethoden und aktuellen Forschungsergebnissen fachgerecht beantwortet werden. Die Behandlungen für Kinder und Jugendliche mit einer schweren chronischen Neutropenie haben zum Ziel, die Bildung von gesunden, reifen weißen Blutzellen zu steigern. Sie dienen auch dazu, die gesundheitlichen Probleme wie die erhöhte Anfälligkeit für Infektionen zu bewältigen. Zu den Therapien, die derzeit bei schwerer chronischer Neutropenie eingesetzt werden, gehören: