Behandlung: Wie wird der Morbus Gaucher behandelt?
Autor: Prof. Dr. med. Ursula Creutzig, Zuletzt geändert: 04.03.2026 https://kinderblutkrankheiten.de/doi/e289322
Es gibt zwei unterschiedliche Therapieprinzipien, die beide eine sehr gute Behandlung von Morbus Gaucher erlauben: die Enzymersatztherapie und Substratreduktionstherapie.
Enzymersatztherapie
Das Prinzip der Enzymersatztherapie besteht darin, die für den Abbau der Glykocerebroside notwendige Glucocerebrosidase zu liefern, die insbesondere in den Gaucher-Zellen fehlt.
Bei der Enzymersatztherapie wird ein künstlich hergestelltes Enzym (Imiglucerase oder Velaglucerase) intravenös verabreicht. Diese Therapie kann die Symptome verringern und die Lebensqualität der Patienten verbessern, muss aber lebenslang durchgeführt werden.
Substratreduktionstherapie (SRT):
Mutationen im GBA1-Gen führen zu einer deutlichen Abnahme der Glucocerebrosidase-Aktivität. Die Folgen dieses Mangels werden im Allgemeinen auf die Anhäufung von Glucosylceramid (das als Substrat dient) in Makrophagen zurückgeführt, was deren Umwandlung in Gaucher-Zellen bewirkt.
Das Ziel der Substratreduktionstherapie (SRT) besteht darin, die Produktion von Glucosylceramid als Substrat durch Inhibitoren zu verringern [STI2017]
Das Präparat Miglustat (N-Butyl-Deoxyglukonojirimycin) ist momentan das einzige, das am Markt zugelassen ist.

