EWOG-SAA (Schwere Aplastische Anämie) 2010

Autor: SAA-Studienzentrale, J. Dobke, erstellt am: 22.05.2012, Zuletzt geändert: 12.06.2017

Titel Genetische und immunologische Charakterisierung der schweren aplastischen Anämie (SAA) bei Kindern und Jugendlichen
Erkrankung Schwere aplastische Anämie
Art Offene, nicht randomisierte, multizentrische, prospektive Studie
Fragestellung / Ziel

Primäre Studienziele

  • Messung der Telomerlängen
  • Detektion von PNH Klonen
  • Analyse der T-Zell Klonalität in T-Lymphozyten aus Knochenmark
  • Bestimmung der Häufigkeit einer klinisch manifesten EBV-assoziierten Lymphoproliferation
  • Detektion spezifischer genomischer Läsionen des Genotyps mittels “whole genome SNP-arrays” in ausgewählten Patienten mit dem Ziel Patienten mit einem hohen Risiko für eine klonale Evolution zu identifizieren.
  • Untersuchung zur Epidemiologie der SAA im Kindes- und Jugendalter

Sekundäre Studienziele

  • Untersuchung der Assoziation immunphänotypischer Subklone mit einer oligoklonoalen T-Zell Expansion bei Patienten mit SAA
  • Bestimmung des Aktivierungszustands peripherer mononukleärer Zellen (PBMC) sowie der Fähigkeit auf eine in vitro Stimulation durch ATG zu reagieren
  • Vergleich des hämatologischen Ansprechens und des klinischen Outcomes mit den immunologischen und genetischen Parametern (genetische Läsionen, Telomerlänge, Präsenz von PNH Klonen, T-Zell Oligoklonalität, in vitro Antwort auf ATG)
Therapie / Studienarme

Die „European Working Group on Severe Aplastic Anemia (EWOG-SAA)“ [Europäische Arbeitsgemeinschaft für Schwere Aplastische Anämie (EWOG-SAA)] wurde im Mai 2007 in Brügge/ Belgien gegründet und hat zum Ziel, die Zusamenarbeit an der Erforschung von SAA im Kindesalter in klinischen Studien zu erleichtern.
Die EWOG-SAA 2010 Studie ist die erste SAA-Studie dieser Arbeitsgemeinschaft mit koordinierender Studienzentrale in Freiburg. Ein Zeil der Studie ist, die pathophysiologischen Aspekte der Erkrankung zu erforschen, um diese in Zukunft besser verstehen zu können. Weitere Ziele der Studie sind die Auswertung von SNP-Genotypen/ Karyotypen des Genoms, die Häufigkeit von PNH-Klonen, das TCRß-Repertoire, die Gesamttelomerlänge und den in-vitro Aktivierungszustand vor und nach der Therapie mit ATG

Einschluss-Kriterien
  • Schriftliches Einverständnis der Sorgeberechtigten und, wann immer möglich, die Zustimmung des Patienten
  • Bestätigte Diagnose einer SAA
  • Alter zwischen 6 Monaten und 18 Jahren
Ausschluss-Kriterien
  • Vorherige Immunsuppressive Therapie zur Behandlung einer SAA
  • Diagnose eines angeborenen Knochenmarkversagens (z.B. Fanconi Anämie, Dyskeratosis congenita, Shwachman-Diamond Syndrom, Diamond-Blackfan Anämie)
  • Chromosomale Aberrationen in der Metaphasenzytogenetik und/oder FISH (für die Chromosome 7 und 8), mit der Ausnahme einer Trisomie 8
  • Diagnose einer Refraktären Zytopenie (RC)
Patientenanzahl 100 - 125 Patienten
Status Start der Studie: 01.09.2011; Rekrutierung: 60 Monate; Ende der Studie: 31.08.2016; Datenerhebung abgeschlossen: Zweites Quartal 2017
Leiter Dr. med. Brigitte Strahm
E-Mail mailto:ewog-saa@uniklinik-freiburg.de
URL https://www.uniklinik-freiburg.de/paed-haematologie/was-wir-...
Kontakt

SAA-Studie - Anfragen
Tel.: 0761 / 270 - 46 200
Fax: 0761 / 270 - 46 230

Studienleiter/ Projektkoordination

Dr. med. Brigitte Strahm
Univ.-Klinikum, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Klinik IV: Päd. Hämatologie und Onkologie
Mathildenstr. 1
79106 Freiburg
Telefon +49 (761) 270 46250
Fax +49 (761) 270 4518
brigitte.strahm@uniklinik-freiburg.de

Studienärztin

PD Dr. med. Ayami Yoshimi
Universitätsklinikum Freiburg, ZKJ
Klinik IV: Pädiatrische Hämatologie und Onkologie
Mathildenstraße 1
79106 Freiburg i. Brsg.
Telefon +49 (761) 270 - 46 211
Fax +49 (761) 270 - 46 230
ewog-studyphysician@uniklinik-freiburg.de

Dokumentation

Alexandra Fischer
Universitätsklinikum Freiburg, ZKJ
Klinik IV, Sekretariat Onkologie
Mathildenstraße 1
79106 Freiburg i. Brsg.
Telefon +49 (761) 270 46170
Fax +49 (761) 270 46 230
alexandra.fischer@uniklinik-freiburg.de

Teilnehmer Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Niederlande, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Irland, Tschechien, Spanien, Polen, Belgien
Weitere Informationen Sponsor:
Universitätsklinikum Freiburg
Verweis(e) http://www.kinderkrebsinfo.de/fachinformationen/studien_portal/studienliteratur/haematologische_erkrankungen/index_ger.html