Internationaler Vergleich

Vergleich der Situation der pädiatrisch-onkologischen Studien in Deutschland und in anderen Ländern Europas

Die Situation in Deutschland unterscheidet sich von den meisten Ländern Europas und auch der USA dadurch, daß hier grundsätzlich fast alle Kinder und Jugendlichen mit einer Krebs- oder Tumorerkrankungerkrankung innerhalb von Therapieoptimierungsstudien einheitlich für das jeweilige Krankheitsbild behandelt werden. Es ist davon auszugehen, daß über 95 % aller Patienten zentral dem Deutschen Kinderkrebsregister gemeldet werden. Eine landesweite Erfassung erfolgt sonst nur im Rahmen der NOPHO-Studien. In Großbritannien werden etwa zwei Drittel der pädiatrisch-onkologischen Patienten im Rahmen von Studien behandelt. In Frakreich und Italien nimmt, mit Ausnahme der ALL-Studie in Italien, nur eine begrenzte Zahl von Kliniken an den Studien teil.

Bedingt durch die landesweite Ausdehnung in Deutschland beteiligen sich auch kleinere Kliniken mit geringeren Patientenzahlen an den Therapieoptimierungsstudien. Dadurch wird die gesamte Patientengruppe mit einer bestimmten Krankheit erfaßt und einheitlich behandelt. Damit werden Selektionen vermieden, wie zum Beispiel eine Begrenzung der Erfassung auf bestimmte Krankheitsstadien oder bestimmte Kliniken respektive ein Ausschluß von Patienten mit Begleiterkrankungen.

Die deutschen Studien zeichnen sich zusätzlich durch die Beratungsleistung der Studienzentralen für die teilnehmenden Kliniken aus, die durch die zeitnahe Dokumentation und Information über die einzelnen Patienten möglich ist.

Es ist hinzuzufügen, daß eine zunehmende Internationalisierung in der Pädiatrischen Onkologie zu verzeichnen ist, und mehrere internationale Studien von Deutschland ausgehen.