Erhöhte Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytosen)

Eine erhöhte Anzahl von Blutplättchen kann verschiedene Ursachen haben. Sie kommt seltener vor als ein Plättchenmangel und muss nicht immer behandelt werden.

Autor: Prof. Dr. med. Markus Metzler, erstellt am: 07.07.2014, Redaktion: Ingrid Grüneberg, Freigabe: PD Dr, med. Gesche Tallen, Prof. Dr. med. Ursula Creutzig, Zuletzt geändert: 09.09.2014

Eine Thrombozytose/Thrombozythämie bedeutet, dass eine erhöhte Anzahl von Blutplättchen im Blut vorhanden ist. Dies kann verschiedene Ursachen haben und bei manchen Patienten zu schweren gesundheitlichen Problemen führen. Hierzu zählen zum Beispiel Verstopfungen von Blutgefäßen durch Blutgerinnsel, die in der Folge platzen können und Blutungen in wichtigen Organen verursachen. Ein Plättchenüberschuss (Thrombozytose) kommt insgesamt seltener vor als ein Plättchenmangel (Thrombozytopenie).

Der folgende Informationstext richtet sich an Patienten, die von einer Thrombozytose betroffen sind und deren Angehörige, an Freunde, Lehrer und andere Bezugspersonen sowie an die interessierte öffentlichkeit. Er soll dazu beitragen, diese Erkrankung, die Möglichkeiten ihrer Behandlung und die Probleme und besonderen Bedürfnisse der betroffenen Patienten besser zu verstehen. Unsere Informationen ersetzen nicht die erforderlichen klärenden Gespräche mit den behandelnden Ärzten und weiteren Mitarbeitern des Behandlungsteams; sie können aber dabei behilflich sein, diese Gespräche vorzubereiten und besser zu verstehen.

Anmerkungen zum Text

Die in diesem Patiententext enthaltenen Informationen sind vor allem auf der Grundlage der unten angegebenen Literatur zur Thrombozytose bei Kindern und Jugendlichen erstellt worden. Der Text wurde durch die oben angegebenen Editoren im Juni 2014 überprüft und zur Einstellung ins Internet für die Dauer von zwei Jahren freigegeben. Er soll spätestens nach Ablauf dieser Frist erneut überprüft und aktualisiert werden.

Bitte beachten Sie, dass es sich im Folgenden um allgemeine Informationen und Empfehlungen handelt, die – aus der komplexen Situation heraus – nicht notwendigerweise in ihrer Gesamtheit bei jedem Patienten zutreffen. Viele Therapieempfehlungen müssen im Einzelfall und interdisziplinär entschieden werden. Ihr Behandlungsteam wird Sie über die für Sie zutreffenden Maßnahmen informieren.

Basisliteratur

  1. Wang JL, Huang LT, Wu KH, Lin HW, Ho MY, Liu HE: Associations of reactive thrombocytosis with clinical characteristics in pediatric diseases. Pediatrics and neonatology 2011t; 52: 261 [PMID: 22036221]
  2. Teofili L, Foà R, Giona F, Larocca LM: Childhood polycythemia vera and essential thrombocythemia: does their pathogenesis overlap with that of adult patients? Haematologica 2008, 93: 169 [PMID: 18245648]
  3. Dame C, Sutor AH: Primary and secondary thrombocytosis in childhood. British journal of haematology 2005, 129: 165 [PMID: 15813844]
  4. Dror Y, Zipursky A, Blanchette VS: Essential thrombocythemia in children. Journal of pediatric hematology/oncology 1999, 21: 356 [PMID: 10524447]
  5. Sutton LN, Molloy PT, Sernyak H, Goldwein J, Phillips PL, Rorke LB, Moshang T Jr, Lange B, Packer RJ: Long-term outcome of hypothalamic/chiasmatic astrocytomas in children treated with conservative surgery. J Neurosurg 1995, 83: 583 [PMID: 7674005]